Mittwoch, 31. August 2011

Ratenkredit

Ein Ratenkredit wird in Form eines Darlehens zur Verfügung gestellt, das in einer Summe ausgezahlt wird. Zur Rückzahlung werden Ratenzahlungen vereinbart. Es gibt ihn als Konsumentenkredit, Teilzahlungsdarlehen, Verbraucherdarlehen oder Anschaffungsdarlehen. In Deutschland gibt es den Ratenkredit seit den 1950er-Jahren.

Abwicklung eines Ratenkredits

Ein Ratenkredit ist normalerweise ein standardisiertes Bankprodukt, das speziell für Privatkunden angeboten wird. Er zählt zu den gängigsten Kreditarten und bewegt sich normalerweise in einer Höhe von 1.000 bis 75.000 Euro mit einer maximalen Laufzeit von 84 Monaten, in Ausnahmefällen auch mal 120 Monate.

In den meisten Fällen sind keine Sicherheiten zu stellen, der Ratenkredit wird als Blankodarlehen gewährt. Typischerweise wird eine Lohn- und Gehaltsabtretung vertraglich vereinbart. Im Fall dass die Bonität des Kreditnehmers unzureichend ist, wird oftmals ein Bürge gefordert, der dann eine zusätzliche Sicherheit bietet. Dieser Bürge unterschreibt bei der Bank einen Bürgschaftsvertrag, der ihn dazu verpflichtet, dass er, für den Fall dass der Hauptschuldner ausfällt, für den Ratenkredit einsteht. Die Bürgschaft ist meist selbstschuldnerisch, das heißt, es ist kein langes Verfahren notwendig, die Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners festzustellen. Wird ein Kraftfahrzeug finanziert, ist es üblich, den Kfz-Brief bis zur vollständigen Bezahlung bei der Bank zu hinterlegen.

Der Ratenkredit wird in gleichen Monatsraten zurückgezahlt, so ist es allgemein üblich. Die monatlichen Kreditraten enthalten neben der Kredittilgung auch Zinszahlungen und eventuell auch die Gebühren der Bank. Die Zinshöhe liegt im Normalfall höher als bei einer Immobilienfinanzierung aber auf jeden Fall unterhalb der Zinsen eines Disopkredits. Die Bearbeitungsgebühr für einen solchen Kredit beläuft sich typischerweise auf bis zu 3 % der Kreditsumme.

Um die Bank vor einem Zahlungsausfall im Todesfall zu schützen, wird normalerweise eine Restschuldversicherung abgeschlossen, die noch zusätzliche Kosten verursacht. Ein Eintrag bei der Schufa wird meist auch vorgenommen. Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie wurde gegründet, um Vertragspartner vor dem Ausfall von Forderungen zu schützen und den Verbraucher vor Überschuldung zu bewahren.

Meist werden heute keine Standardzinsen angeboten. In Abhängigkeit von der Bonität des Kunden werden die Zinsen für den Ratenkredit individuell festgelegt. Der Zins muss im Vertrag als Effektivzins angegeben werden, damit die Kreditkosten der verschiedenen Anbieter leichter verglichen werden können.

Kündigung eines Ratenkredits

Die Bank hat bei einem Ratenkredit nur ein eingeschränktes Kündigungsrecht und darf nur in bestimmten Fällen kündigen. Um die Kündigung aussprechen zu können, muss der Vertragspartner, der Darlehnsnehmer, mindestens mit zwei Monatsraten ganz oder teilweise im Rückstand sein. Darüber hinaus muss der Rückstand mindestens 10 % des Nennbetrags des Darlehns bei einer Laufzeit des Kredits von weniger als 3 Jahren sein oder 5 % bei einer Laufzeit von mehr als 3 Jahren. Weiterhin muss die Bank in ihrer dritten Mahnung die Kündigung des Kredits androhen, dabei muss sie eine zweiwöchige Frist einräumen und auf die Folgen verweisen.
Der Kreditnehmer kann den Kredit etwas einfacher kündigen. 6 Monate nach Auszahlung ist es für ihn möglich, den Ratenkredit mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen. Dabei ist dann keine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen. Allerdings ist die Bank nicht verpflichtet, die anfangs gezahlte Bearbeitungsgebühr, die in den Kredit eingerechnet wurde, zurückzuzahlen.

Montag, 29. August 2011

Anschlussfinanzierung

Wer eine Immobilie gekauft hat, kennt das Problem. Nach 10 oder 15 Jahren läuft die Zinsbindung aus, jetzt muss eine Anschlussfinanzierung gemacht werden. Alljährlich verschenken die Verbraucher in der Bundesrepublik Deutschland sehr viel Geld, weil sie sich nicht rechtzeitig informieren. Sie kennen die günstigen Möglichkeiten, die es für eine Anschlussfinanzierung gibt, nicht.

Mangelndes Wissen kann viel Geld kosten

Viele Kreditnehmer verlassen sich ganz einfach auf das, was die Hausbank sagt, folgen deren Empfehlungen oder kommen gar nicht erst auf die Idee, die Bank jetzt zu wechseln. Durch einen Wechsel des Kreditinstituts kann man fast 0,5 % im Durchschnitt bei den Zinsen einsparen, so die Ergebnisse des Infas Institutes. Daraus kann man folgern, dass es sich auf jeden Fall lohnt, ein paar Angebote einzuholen und die verschiedenen Möglichkeiten miteinander zu vergleichen. Auch aus nur wenigen Prozentpunkten kann sich daraus eine erkleckliche Summe ergeben, angesichts der beträchtlichen Summen, die bei Immobilienfinanzierungen normalerweise zur Diskussion stehen.

Tipps für die Anschlussfinanzierung

Spätestens zwei Monate, bevor die Finanzierung ausläuft, sollte man anfangen und sich informieren. Läuft die bestehende Finanzierung aus, kann das Darlehen ganz oder teilweise zurückgezahlt werden. Der beste Zeitpunkt also, um Sondertilgungen zu leisten, ohne Gefahr zu laufen eine satte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Dadurch verringert sich die Restschuld und die Zinsbelastung für die Zukunft wird geringer, die dann noch verbleibende Schuld kann schneller getilgt werden. Wenn es sich um eine selbstgenutzte Immobilie handelt, sollte möglichst viel Eigenkapital aufgewendet werden, da dadurch die monatliche Belastung für die Zukunft sinkt. Handelt es sich jedoch um eine Mietimmobilie, ist dies reiflich zu überlegen, da Steuervergünstigungen mit eingerechnet werden müssen. Bei der Anschlussfinanzierung sollte auch beachtet werden, dass sich gegenüber der ersten Finanzierung auch die Ausgangssituation, was Einnahmen und Ausgaben anbelangt, verändert hat. Daran sollte die neue Finanzierung unbedingt angepasst werden. Bei der neuen Finanzierung muss wieder eine Zinsbindungsfrist vereinbart werden. Sind die Baugeldzinsen zu diesem Zeitpunkt hoch, ist eine kürzere Laufzeit angeraten, als wenn die Zinsen einen niedrigen Stand haben. Sollte die Immobilienfinanzierung mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren abgeschlossen sein, lohnt es sich auch, die Zinsen im Blick zu behalten. Nach 10 Jahren kann man die Immobilienfinanzierung mit einer Frist von 6 Monaten kündigen, ohne dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Auf jeden Fall sollten die Konditionen für die Anschlussfinanzierung besser sein als die für die Erstfinanzierung. Hat doch der Kunde bereits unter Beweis gestellt, dass er eine gute Zahlungsmoral hat und nicht mit Problemen zu rechnen ist. Außerdem ist bereits ein großer Batzen gezahlt, somit ist der Beleihungswert für die Hypothek lange nicht mehr so hoch und die Sicherheit für die Bank besser. Zu guter Letzt sollte man natürlich daran denken, die Grundschuld an den neuen Geldgeber zu übertragen. Das ist in der Regel wesentlich günstiger als die erste Eintragung einer Grundschuld. Mit einem Forward-Darlehen ist es möglich, schon jetzt die Zinsen für einen zukünftigen Vertrag zu sichern. Damit werden die aktuellen Zinsen bis zum Ende der Laufzeit festgeschrieben, das kann schon 1 bis 5 Jahre im Voraus erfolgen. Empfehlenswert ist dies insbesondere dann, wenn mit steigenden Zinsen zu rechnen ist.

Samstag, 27. August 2011

Immobilienfinanzierung

Der wohl größte Wunsch bei den meisten ist der Wunsch nach einer eigenen Wohnimmobilie. Aus diesem Grund sollte man sich in diesem Bereich besonders gut informieren, um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein.

Gut geplant ist schon der halbe Weg

Ein Bauprojekt oder der Kauf einer Immobilie bedarf guter Planung und Vorbereitung, alles will gut kalkuliert sein. Die erste Adresse, an die sich normalerweise jeder wendet, der etwas finanzieren möchte, ist natürlich die Hausbank. Auch bei der Immobilienfinanzierung sollte dies die erste, aber nicht die einzige Anlaufstelle sein. Um eine wirklich individuelle und durchdachte Lösung zu finden, sollte offen mit dem Sachbearbeiter der Bank gesprochen werden. Wünsche, Pläne und Ziele sollten klar kommuniziert werden. Liegt das Angebot der Hausbank auf dem Tisch, ist es ratsam, noch zu mindestens einer anderen Bank zu gehen. Einmal hat man dann eine Vergleichsmöglichkeit und außerdem kann man eventuell mit seiner Bank nochmals verhandeln, sollte man ein besseres Angebot bekommen haben. Oft ist noch Verhandlungsspielraum da. Vor allem sollte sich jeder auch im Internet informieren, dort gibt es sehr günstige Angebote und das Vergleichen ist dank vieler Möglichkeiten zum Finanzierungsvergleich leicht durchschaubar.

Möglichkeiten für eine Immobilienfinanzierung

Heute ist es meist noch nicht einmal mehr notwendig, Eigenkapital aufzubringen. Eine Vollfinanzierung lässt die Banken auf ihre 20 % Eigenkapital verzichten, diese Quote war das Mindeste, was normalerweise gefordert wurde. Auf diese Weise wird das Eigenheim von Grund auf finanziert. In der Regel verlängert sich allerdings dadurch die Laufzeit um einige Jahre und die Zahlungen für die Zinsen steigen. Es gibt dabei sogenannte 100 %-, 105 %- und sogar 110 %-Finanzierungen. Bei der letztgenannten sind alle Kosten gleich mit inbegriffen.

Zinsen – vergleichen, vergleichen, vergleichen und dann sparen

Die Immobilienfinanzierung bewegt sich für gewöhnlich im sechsstelligen Bereich, was dazu führt, dass die Zinszahlungen vor allem am Anfang gesalzen sind. Um die Angebote der diversen Banken genau vergleichen zu können, sollte man sich neben dem Nominalzins unbedingt auch den Effektivzins ansehen. Der Effektivzins beinhaltet nämlich nicht nur die Zinsen, sondern auch alle Kosten, die mit der Finanzierung verbunden sind. Ein Aspekt, der wesentlich die Höhe der Zinsen bestimmt, ist die Vertragslaufzeit sowie eventuell vereinbarte Sondertilgungen. Die klassische Immobilienfinanzierung mit einer Laufzeit von 10 oder sogar 20 Jahren unterscheidet sich in erheblichem Maß von einer Finanzierung mit einem variablen Zinssatz. Bei einer Finanzierung in diesem Bereich, mit vielleicht mehreren 100.000 Euro zählt natürlich jeder Prozentpunkt, sogar jeder Zehntelprozentpunkt. Man sollte sehr kleinlich sein, was die Zinsen anbelangt. Ein Unterschied von 0,1 % kann je nach Bausumme 100-200 Euro monatlich ausmachen. Und das läppert sich dann ganz schnell zu einem ordentlichen Betrag zusammen.

Bau- oder Kaufnebenkosten

Manchmal lauern bei den Bau- oder Kaufnebenkosten echte Fallen und können schnell bei 10 % der Finanzierungssumme liegen. Sucht man sein Haus beispielsweise mithilfe eines Maklers, kann man mit bis zu 6 % vom Kaufpreis als Provision kalkulieren. Aber auch die Nebenkosten, die immer anfallen, stellen eine recht große Position dar. Zunächst muss ein Notar den Kaufvertrag machen, der arbeitet natürlich nicht umsonst und dann verlangt auch Vater Staat seinen Anteil, die Grunderwerbsteuer ist zu zahlen.

Donnerstag, 25. August 2011

Finanzielle Absicherung vor dem Pflegefall

Aufgrund zahlreicher Kürzungen im Gesundheitswesen müssen Versicherte mit hohen Zuzahlungen rechnen, wenn Sie eine häusliche oder stationäre Pflege benötigen. Deshalb empfiehlt es sich, rechtzeitig vorzusorgen, um im Alter nicht die finanzielle Sicherheit zu verlieren. Mit einer Pflegezusatzversicherung können sich Versicherte gegen Zusatzkosten bei der Pflege im Alter absichern.

Vorteile einer privaten Pflegezusatzversicherung

Dank der medizinischen Fortschritte und der damit verbundenen höheren Lebenserwartung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, im Alter selbst pflegebedürftig zu werden. Leider reichen die Zuzahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung häufig nicht aus, um eine optimale Pflege zu gewährleisten. Somit müssen in vielen Fällen die privaten Gelder der Patienten in Anspruch genommen werden. Für den Fall, dass diese aufgebraucht sind, können unter Umständen auch die Angehörigen zur Zahlung verpflichtet werden. Eine private Pflegeversicherung übernimmt diese Kosten und schützt die Versicherten und ihre Angehörigen vor finanziellen Nachteilen. Eine private Pflegezusatzversicherung lässt sich in jedem Alter abschließen. Es empfiehlt sich jedoch dies so früh wie möglich zu tun, da die Beiträge mit zunehmendem Alter steigen. Beim Abschluss bestehen keine Wartezeiten, der Versicherte ist ab Vertragsbeginn ein Leben lang abgesichert.

Arten der privaten Pflegezusatzversicherung

Eine Pflegezusatzversicherung kann entweder als Pflegetagegeldversicherung, Pflegekostenversicherung oder als Pflegerentenversicherung abgeschlossen werden. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt im Versicherungsfall ein im Vertrag vereinbartes Tagegeld aus. Mit diesem kann der Versicherte beispielsweise die Kosten einer Haushaltshilfe decken. Die Pflegekostenversicherung übernimmt die tatsächlich entstandenen Kosten. Je nach gewähltem Tarif kann dies ein bestimmter Prozentsatz oder auch die gesamten Kosten sein. Eine Pflegerentenversicherung zahlt dem Versicherten im Pflegefall eine monatliche Rente zur freien Verfügung aus.

Was gilt es bei einer Pflegezusatzversicherung zu beachten?

Das Angebot an verschiedenen Tarifen ist sehr groß. Deshalb sollte man vorher unbedingt die unterschiedlichen Tarife miteinander vergleichen. Bei einigen Versicherungen werden Leistungen erst ab der Pflegestufe III gezahlt. Da jedoch die Mehrzahl der pflegebedürftigen Personen in Pflegestufe I oder II eingestuft ist, sollte eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen werden, die alle drei Pflegestufen abdeckt.

Dienstag, 23. August 2011

Forschung

Im Gegensatz zu zufälliger Entdeckung von neuen Erkenntnissen ist die Forschung die absichtliche Suche nach neuen Erkenntnissen. Die Erkenntnisse werden systematisch dokumentiert und in Form wissenschaftlicher Arbeiten veröffentlicht. Es gibt sowohl wissenschaftliche Forschung als auch die Forschung im industriellen Rahmen.

Forschung lässt sich in drei Teilgebiete untergliedern: die Grundlagenforschung, die translationale oder auch weiterführende Grundlagenforschung und die angewandte Forschung. Grundlagenforschung befasst sich mit bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannten Mechanismen und Funktionen. Es gibt sie meist nur an Universitäten oder an gemeinnützigen Forschungsorganisationen, wie beispielsweise der Max-Planck-Gesellschaft oder der Leibnizgemeinschaft. Damit sollen wissenschaftliche Erkenntnisse erweitert werden. Translationale Forschung ist die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Sie beruht auf selbst gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen und will konkret auf Anwendungsziele hin entwickeln, die einem gesellschaftlichen oder kulturellen Nutzen dienen. Die angewandte oder auch Zweckforschung soll oft ein bestimmtes technisches Problem lösen. Meist wird eine wirtschaftliche Anwendung angestrebt. Sie findet zum einen an Hochschulen zum anderen auch in der freien Wirtschaft statt. In Deutschland gibt es auch spezielle Institute für angewandte Wissenschaft, wie beispielsweise die Fraunhofer-Gesellschaft. Die Grundlagenforschung liefert, wenn man es grundsätzlich betrachtet, die Erkenntnisse für die angewandte Forschung. Aber andererseits kann die angewandte Forschung auch Impulsgeber für die Grundlagenforschung sein.

In Deutschland wurden im Jahr 2007 insgesamt circa 61,5 Milliarden Euro ausgegeben. Davon wurden ungefähr 70 % von der Industrie finanziert. Allein die Pharmaindustrie hat 10,5 % der gesamten Forschungsaufwendungen in Deutschland finanziert.

Um zu forschen, braucht man eine Methode, ein Prinzip nach dem man vorgehen kann, dies gilt vor allem bei den Naturwissenschaften, wo oft idealtypisch vorgegangen wird. Zunächst wird geklärt, wie die Forschungsfrage überhaupt entstanden ist. Es wird ein Objekt der Fragestellung definiert, woraus dann ein präzise und schriftlich formuliertes Projekt entsteht. Warum soll das Thema erforscht werden? Welche neuen Erkenntnisse oder Informationen werden erwartet? Der nächste Schritt ist die Festlegung des aktuellen Kenntnisstandes; der Stand der Wissenschaft wird nach umfassender Recherche festgelegt. Häufig kommt es danach zu einer Korrektur der Fragestellung, des Projektes. Der nächste Schritt ist die Versuchsplanung. Mit geeigneten, eventuell noch zu entwickelnden Instrumenten wird ein Versuchsaufbau gewählt. In der Physik, Chemie oder Biologie erfolgt dies etwa durch analytische Messsysteme oder Maschinen, in der Psychologie sind es eher definierte Situationen und deren mathematisch-statistische Auswertung usw. Vor Versuchsbeginn werden die Kontrollmöglichkeiten dargestellt und schriftlich festgelegt. Wichtig ist dabei vor allem die Frage, ob der Versuchsaufbau logisch bzw. statistisch relevant ist in Bezug auf die Fragestellung. Nun folgt die Versuchsdurchführung. In den Naturwissenschaften werden an dieser Stelle oft sogenannte Vorversuche durchgeführt, die als Entscheidungs- und Korrekturhilfe dienen soll. Werden Fehler erst im eigentlichen Versuch festgestellt, kann dies sehr teuer werden. Um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, werden die Versuche unter möglichst gleichen Bedingungen wiederholt. In manchen Gebieten, wie der Biologie oder der Psychologie, führt erst eine sehr große Anzahl an Wiederholungen zu einem zuverlässigen Ergebnis. Der Versuch ist genau zu beobachten, dabei wird festgehalten, inwieweit er der Planung entsprechend verlief. Es muss während des Versuchs alles sorgfältig dokumentiert werden, dazu gehören Datenzusammenstellungen, die Auswertung, eine Interpretation und der Schlussbericht des Versuchs.

Sonntag, 21. August 2011

Lehre

Lehren ist eine Tätigkeit, die jemand anderen dazu anleiten soll, eine bestimmte Tätigkeit auszuführen. Es kann aber auch die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten damit gemeint sein.

Grundsätzliches

Lehre ist eigentlich jede Form des Erlernens. Ein Kind wird durch Erziehung von seinen Eltern gelehrt, lernt auf diese Weise bestimmte Verhaltensregeln. Lehrer unterrichten Schüler oder in einem Betrieb findet eine Unterweisung an einer neuen Maschine oder in einen neuen Arbeitsablauf statt, all dies sind Formen der Lehre. An einer Hochschule unterrichtet ein Hochschullehrer, was aber gemeinhin als lehren bezeichnet wird, nicht als unterrichten. Zur Lehr- und Lernforschung gibt es auch eine Wissenschaft, die sich Pädagogische Psychologie nennt. Didaktik, Methodik und Pädagogik untersuchen Vorgänge des Lehrens und die Bedingungen, unter denen erfolgreiches Lehren stattfinden kann.

Lehr- und Forschungsauftrag der Hochschullehrer

An einer Hochschule unterrichten Hochschullehrer selbstständig und in eigener Verantwortung. Jeder Hochschulprofessor und auch jeder Lehrbeauftragte an einer Hochschule kann selbst entscheiden, welche Themen in einem bestimmten Zusammenhang wichtig sind, welche es sich zu lehren lohnt. Freiheit der Lehre wird dies normalerweise bezeichnet. Dadurch wird sehr schnell klar, warum Studenten Unterschiedliches lernen während ihres Studiums, obwohl sie doch das gleiche Fach studieren. Selbst an ein und derselben Universität oder Fachhochschule kann dies zu eklatanten Unterschieden führen. Beispiel Finanzierung und Investition ist ein Fach aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre. Der eine Professor lässt seine Studenten rechnen und endlose Formeln lernen, mit denen sie dann später alle möglichen Berechnungen in diesem Zusammenhang anstellen können. Sehr nah an der Praxis werden jetzt viele sagen. Der andere Professor lehrt seine Studenten die Hintergründe. Wann ist Finanzierung wichtig? Wie wird investiert? Welche Arten von Investitionen gibt es? Und welche Finanzierungsarten? Die Studenten werden am Ende ihre Prüfung schreiben, bestehen und weitermachen. Wer das bessere Rüstzeug bekommen hat, kann hier keiner sagen. Aber daran kann man sehr gut erkennen, dass an Hochschulen keine Lehrpläne ausgegeben werden. Die Lehre, die der Professor vermittelt, ist das, was in seinen Augen wichtig und notwendig ist. Dafür ist er Professor geworden. Seine Aufgabe ist es, die wesentlichen Bestandteile der jeweiligen Fachrichtung und seiner Spezialisierung herauszufinden und an die Studenten weiterzugeben.

Berufsausbildung auch eine Form der Lehre

Die Berufsausbildung wird meist in Handwerks-, Landwirtschafts- oder Industriebetrieben oder im kaufmännischen Berufsbereich angeboten und durchgeführt. In der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheits- und Sozialwesen und auch im Dienstleistungssektor werden Berufsausbildungen angeboten. Die Lehre ist eine meist dreijährige, manchmal kürzer, in manchen Berufen auch längerdauernde, berufliche Ausbildung, die sich in einen praktischen Teil und einen schulischen aufteilt. Der Lehrling hat einen Berufsausbildungsvertrag mit einem Betrieb oder einer Behörde, diese müssen ihn für den Unterricht an einer berufsspezifischen Schule freistellen. Es gibt aber auch rein schulische Lehrberufe, die über einen integrierten Praxisteil in das Berufsleben einführen soll, wie zum Beispiel der Beruf des Erziehers, der Erzieherin im Kindergarten. Ziel dieser Art der Berufsausbildung ist es, theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten zu vermitteln, die dazu führen, dass der Auszubildende beruflich handlungsfähig wird, dass er alle notwendigen Fertigkeiten lernt. Das Berufsausbildungsgesetz und die Handwerksordnung bilden den Rahmen für die Berufsausbildung.

Freitag, 19. August 2011

Medizin

Mit der Medizin sollen Krankheiten und Verletzungen sowohl erkannt, als auch behandelt und es soll ihnen vorgebeugt werden. Ziel der Medizin ist die Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit. Es wird in Human- und Veterinärmedizin unterschieden. Neben Ärzten und Angehörigen anderer anerkannter Heilberufe, üben Therapeuten oder in Deutschland zugelassene Heilpraktiker die Medizin aus.

Schon im Altertum gab es die Medizin

Die Wurzeln der heutigen westlichen Medizin, die weltweit verbreitet ist, liegen in der griechischen, ägyptischen und römischen Antike. Die antike Medizin wird in vier Phasen eingeteilt. Die erste Phase ist die theurgisch-magische Medizin, bei der Kranke in Tempeln behandelt wurden und man versuchte, Wunder auszulösen. Das Ende dieser Epoche kam mit Hippokrates von Kos. Die folgende Zeit ist geprägt von der hippokratischen Praxis zuerst die Diagnose zu stellen, dann eine Therapie festzulegen und anschließend eine Prognose über den weiteren Verlauf zu stellen, die noch heute üblich ist. Eine neue Naturphilosophie, die sich unabhängig von Gottheiten sah und aus Elementenlehre und Qualitätenpathologie bestand, breitete sich aus. Der Ursprung der heutigen Medizin wird in der hippokratischen Fallbeschreibung gesehen. Neben der hippokratischen bildeten sich noch weitere Lehren, wie etwa die empirische, die methodische oder die pneumatische. Direkt im Anschluss an die hellenistische Phase kam die griechisch-römische. In dieser Zeit entstanden wichtige chirurgische, pharmakologische und anatomische Werke, die das medizinische Denken neben Hippokrates bis zur Aufklärung bestimmte.

Schon früh entstanden Diätologie und Chirurgie

Antike Vorbilder wurden in der byzantinischen Epoche übernommen und ergänzt. Islamische Gelehrte übernahmen die medizinischen Traditionen. Schulen für botanische Lehren, Diätologie und Chirurgie wurden entwickelt. Bis ins 16. Jahrhundert hinein waren sie die Kernbestandteile der Medizin. In der Renaissance gaben die Mediziner nach jahrhundertelangem Stillstand die Antiken Lehren nach und nach auf. Francis Bacon läutete im 17. Jahrhundert mit seinen Experimenten das Zeitalter der wissenschaftlichen Medizin ein. Paracelsus widerlegte in dieser Zeit auch einige der Lehren des Hippokrates, die Chirurgie wurde revolutioniert. Erst 200 Jahre später konnte die Pathologie sich gegen die anderen Lehren durchsetzen. Im 20. Jahrhundert kam es zu einem sprunghaften Wissenszuwachs, die Ausdifferenzierung zahlreicher Fachrichtungen war die Folge, beispielsweise Bakteriologie, Hygiene, Psychiatrie, Sozialmedizin oder Anästhesiologie.

Medizin hat ein großes Spektrum

Die Medizin ist aufgeteilt in eine Vielzahl an Subspezialisierungen und Fachgebieten, was aus der Zunahme des Wissens und auch aus der Vielfalt und der Freiheit der Lehre resultiert. Als Grundlage für die wissenschaftliche Medizin dienen natürlich in erster Linie die Naturwissenschaften, speziell dabei die Humanbiologie, die Anatomie, die Biochemie, die Psychologie oder die Physiologie. Während des Medizinstudiums sind dies die Fächer des Vorklinikums. Das Klinikum befasst sich mit der Behandlung der Kranken selbst. Traditionelle Fächer, wie Innere Medizin oder Chirurgie zählen ebenso dazu wie Frauenheilkunde oder Geburtshilfe und seit circa 200 Jahren auch die Kinderheilkunde. Viele Anwendungsgebiete entwickelten sich erst in den letzten 100 Jahren mit dem technischen Fortschritt und neuen Erfindungen, wie der Radiologie oder der Strahlentherapie. Die Aufgaben der übrigen Heilberufe zählen ebenfalls zum Spektrum der Medizin dazu, beispielsweise Krankengymnastik, Logopädie, medizinische oder medizinisch-technische Assistenz. Genauso wie der Arztberuf haben auch die übrigen Helberufe einen hohen Grad an Spezialisierung und Professionalisierung erreicht.

Mittwoch, 17. August 2011

Naturwissenschaften

Naturwissenschaft befasst sich mit der belebten und unbelebten Natur und erforscht diese. Es wird versucht, alles zu beschreiben, zu messen und zu erklären. Besonders prägend für das Bild, welches in der Öffentlichkeit vorherrscht, sind Physik, Chemie und Biologie. Die Naturwissenschaften stehen im Themengebiet Wissenschaft nach traditioneller Auffassung den Geistes- und Sozialwissenschaften gegenüber.

Naturerscheinungen sollen erklärt werden

Prinzipiell ist es so, dass die Naturwissenschaften versuchen, alle Erscheinungen der Natur zu erklären und erklärbare Ursachen zu finden. Naturwissenschaft schließt übernatürliche und willkürliche Erscheinungen aus, genauso wie Erscheinungen, die wiederholbaren Experimenten widersprechen. Viele Naturwissenschaftler setzen auf mathematisch beschreibbare, eindeutige Formen der Wirklichkeit, was nicht immer kritiklos hingenommen wird.

Die natürliche Neugier des Menschen lässt ihn naturwissenschaftlich forschen. Schon kleine Kinder fangen damit an und werden, bremst man sie nicht unnötig, zu kleinen Forschern, die ihre Welt entdecken. Mit jeder Erfahrung, die sie sammeln, wächst auch die Zahl der Erkenntnisse, die sie gewonnen haben. So werden schon von klein auf einfache Prinzipien der Naturwissenschaften erlernt und erforscht. Werden die Kinder größer lernen sie beispielsweise in der Schule noch viel mehr davon. Kindern macht das Experimentieren normalerweise sehr viel Spaß. Wenn sie von klein auf gelernt haben, dass gesunde Neugierde nichts Schlechtes ist, werden sie auch in der Schule Spaß daran haben Neues zu entdecken und zu erforschen.

Die Naturwissenschaften im Verlauf der Erdgeschichte

Die Physik ist die wohl älteste der Naturwissenschaften. Ganz am Anfang war der Urknall. Die Welt ist voller physikalischer Phänomene, die Gesetze der Physik herrschen vor. Der Forschungsgegenstand der anderen Naturwissenschaften ist quasi nicht existent. Mit der Entstehung der ersten Moleküle bekommt auch die Chemie ihre Daseinsberechtigung. Sie beantwortet Fragestellungen wie: Welche Stoffe reagieren miteinander? Wann und unter welchen Umständen passiert dies? Und was kommt am Ende dabei heraus? In der Erdgeschichte kam es irgendwann zu einer chemischen Evolution, zu besonderen chemischen Entwicklungen. Es entstanden die ersten Zellen, das erste Leben. Vor circa 2-3 Milliarden Jahren war die Geburtsstunde der Biologie. Erst lange Zeit später, mit der Entwicklung von komplexen Nervensystemen entsteht auch die nächste Naturwissenschaft – die Neurowissenschaft. Ihr Forschungsgebiet ist die Informationsverarbeitung im Nervensystem, speziell im menschlichen. Hier verwischt ein bisschen die Grenze zu den Geisteswissenschaften, da mit der Neurowissenschaft auch die Psychologie entstand, die zu den Geisteswissenschaften zählt. Als die höheren Lebewesen anfingen, Gesellschaften zu bilden, fing das Untersuchungsgebiet der Gesellschaftswissenschaften an, dazu zählen unter anderen die Soziologie, Politologie oder die Rechtskunde.

Fachrichtungen in der Naturwissenschaft

Die Naturwissenschaften sind ein sehr vielfältiges breitgefächertes Themengebiet. Es liegt in der Natur der Sache, dass durch diese Vielfalt und auch durch die Unterschiedlichkeit verschiedene Fachgebiete entstanden sind. Die Physik befasst sich mit elementaren Gebieten der Natur, mit Zusammenhängen zwischen Kräften oder der Bewegung von Körpern. Dynamik von Raum und Zeit oder der Atombau, zwei weitaus komplexere Themen, sind ebenfalls Gegenstand der Physik. Die Chemie beschreibt die Eigenschaften von Elementen und ihren Verbindungen, das Verhalten und die Veränderungen. Die Biologie ist die Lehre vom Leben. Bei ihr dreht sich alles um lebende Organismen, in jeglicher Größe. Grundlage sind einerseits Erkenntnisse der Chemie, andererseits werden aber auch stoffliche Vorgänge im lebenden Organismus beschrieben. Die Geologie schließlich befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung unserer Erde und mit deren heutiger Gestalt. Grundprinzipien aus Physik und Chemie werden auf die unbelebte Natur angewandt.

Montag, 15. August 2011

Wissenschaft

"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle, es ist das Grundgefühl, das an der Wiege wahrer Wissenschaft steht." (Albert Einstein)
Eine einheitliche Definition von Wissenschaft gibt es nicht. In der Literatur sind viele Definitionen zu finden, die alle für sich genommen richtig sind. Durch die Vielfalt der Teilbereiche, der Methoden und Prinzipien, die alle sehr unterschiedlich sind, ist es sehr schwierig, die Gemeinsamkeiten darzustellen.

Wissenschaft ist dem allgemeinen Verständnis zufolge, dass schon die klassische griechische Philosophie der Philosophen Aristoteles, Platon und Sokrates kannten, als rational begründetes Wissen zu begreifen. Lange Zeit wurde nicht zwischen Philosophie und Wissenschaft unterschieden. Erst im 19. Jahrhundert fing man langsam an, den begründungsorientierten Wissenschaftsbegriff durch ein Wissenschaftsverständnis zu ersetzen, dass sich an methodischen Normen und der Beherrschung empirischer Daten orientierte.

Wissenschaft ist auch ein System für Wissen, das in einer Zeit als gesichert erachtet wurde, für dessen Erwerb typische Forschungs- und Erkenntnisarbeit notwendig war, die methodisch-systematisch durchgeführt wurde.

Die Wissenschaft wird nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt. Je nach Zielsetzung ist eine Wissenschaft rein theoretisch oder angewandt und praktisch. Dem Gegenstand der Forschung nach wird Wissenschaft eingeteilt in Naturwissenschaften, wie Physik, Biologie oder Chemie, und Geisteswissenschaften, wie Psychologie, Staats- und Rechtswissenschaften. Geht es nach der Forschungsmethode wird Wissenschaft in empirische oder Erfahrungswissenschaft, rationale Wissenschaft und Geisteswissenschaft eingeteilt. Die Erfahrungswissenschaft ist vor allem durch planmäßige Beobachtung, Hypothesenbildung und Experimente gekennzeichnet. Die Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit den grundsätzlichen Problemen, den Grundlagen.

In der heutigen Gesellschaft gibt es tagtäglich neues Wissen. Die Rede ist häufig von exponentiellem Wachstum des Wissens, manche sagen, Wissen verdoppele sich alle 20 Jahre. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass den Menschen vorheriger Generationen wesentlich weniger Wissen zur Verfügung gestanden hat. Es heißt auch, dass neues Wissen immer wieder neues Wissen, dass darauf aufbaut hervorbringen wird. Vor 100 Jahren hätte noch kein Mensch daran geglaubt, dass einmal ein Mensch auf den Mond fliegen könnte. Heute forscht man daran, wie man im Weltraum leben kann oder ob es noch andere bewohnte Planeten in unserer Reichweite gibt.

Die Wissenschaft hat aber nicht immer nur Wissen hervorgebracht. Auch viele Irrtümer konnten sich etablieren und meist dauerte es lange Zeit, bis diese widerlegt wurden. Wissen ist also nicht gleich Wissen. Manchmal ist es mehr und manchmal weniger weitreichend bestätigt.

Einfach eine Behauptung aufzustellen ist nicht wissenschaftlich. Eine Behauptung aufzustellen und dann den Weg zu dieser Erkenntnis zu beschreiben, erst das ist wissenschaftlich, wenn der Weg der Erkenntnis nachvollziehbar ist. Das aus dem Griechischen stammende Wort Methode bedeutet so viel wie der Weg, dem man folgen kann, von meta=nach, hinter und hodos=der Weg. Ein Gedankengang, ein Denkmuster oder ein Experiment kommen als Weg infrage, man kann ihnen folgen wie einer Landkarte, wenn man einen bestimmten Ort finden will.

Woran kann man nun erkennen, ob etwas wissenschaftlich ist oder nicht? Das wichtigste Kriterium hierbei ist die Überprüfbarkeit von Aussagen. Eine wissenschaftliche Aussage kann von anderen Wissenschaftlern nachvollzogen werden. Der Unterschied zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichen Kenntnissen liegt einzig und allein in der Nachvollziehbarkeit und der Überprüfbarkeit. Ganz allgemein könnte man also sagen, dass Wissenschaft ein System ist, mit dem man Wissen produziert, sammelt und ordnet.

Samstag, 13. August 2011

kleine Enttäuschungen

Das mit dem "morgen" hat dann wohl nicht so ganz geklappt. Auch einen Text habe ich noch keinen verfasst. Ich habe irgendwie Hemmungen mein "Schreibtalent" zu verkaufen. Warum sollte jemand lesen wollen, was ich mir da zusammenschreibe? Das hat eigentlich noch niemanden interessiert.
Ich muss wohl jetzt endlich meinen ganzen Mut zusammen nehmen und die Sache angehen. Ich will schließlich Geld verdienen. Und was habe ich zu verlieren? Eigentlich gar nichts. Wenn es nicht klappt, bin ich um eine Erfahrung reicher. Und wenn es klappt, hätte ich eine tolle Chance verpasst, wenn ich es nicht versucht hätte. Also, auf geht's!
Und schlechter als einige der angeblich so erfolgreichen e-book-Autoren kann es von Grammatik oder Stil auf keinen Fall werden.
Ich melde mich bald wieder

Donnerstag, 11. August 2011

Was noch so alles zutage kam

Mittlerweile habe ich mich noch weiter "informiert" und versucht, kostenlose Informationen zu bekommen.
Ich könnte anfangen für irgendwelche Plattformen Texte zu schreiben. Hmm, klingt gut, aber wer soll die kaufen? Ich denke, das werde ich jetzt mal als nächstes ausprobieren. Es gibt im Internet zahlreiche Plattformen, mit deren Hilfe man kostenlos seine Texte veröffentlichen kann, kleine Artikel oder auch größere Texte, bis hin zu selbst geschriebenen e-books. Geld gibt es einmal für den download, aber mehr noch für die Werbung, die drumherum geschaltet ist. Häufig werden die Texte von Internetseiten-Betreibern gekauft oder sogar in Auftrag gegeben.
Ich werde mich darüber noch ein bisschen genauer informieren. Mal sehen, was ich da so zu Papier bringe, ich meine, was ich da so in die Tasten bekomme. Und vor allem, was da am Ende dann dabei rausspringt.
Vielleicht entdecke ich auf diese Weise sogar noch verborgene Talente! Schreiben macht mir ja schon Spaß, aber normalerweise schreibe ich nur für den privaten Gebrauch.
Morgen dazu mehr, vielleicht habe ich dann ja sogar schon meinen ersten Text fertig!

Dienstag, 9. August 2011

Und weiter geht die Suche

Naja,meine Erfahrungen mit Paid4Mails sind abgeschlossen, Thema erledigt. Aber im Internet gibt es noch viele, viele andere Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Manche klingen auf den ersten Blich total verrückt und sind es wahrscheinlich auch. Andere wirken sehr seriös, aber letztendlich wollen die Anbieter nur Kasse machen.
Eine ganz merkwürdige Methode habe ich auf einer Verbraucherberatungsseite gefunden. Dort wurde eine Methode Geld mit e-books zu verdienen, groß angepriesen. Das merkwürdige daran ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Verbraucherberatungsstelle so etwas empfiehlt.
Ich bin nach wie vor auf der Suche nach einer Möglichkeit, im Internet Geld zu verdienen. Allerdings schrecke ich vor den Methoden zurück, die hier üblich zu sein scheinen. Die Geschäftsidee, die dahinter steckt, ist so einfach wie wirkungsvoll. Es wird ein Konzept verkauft, wie man im Internet Geld verdienen kann. Das Konzept basiert darauf, dass der Käufer seinerseits dann wieder dieses Konzept verkauft oder Leute findet, die dies tun. Es steht jeden Morgen einer auf, man muss ihn nur finden.
Ich sehe es ein, wenn ich für Informationen Geld bezahlen soll, die mir zeigen wie etwas funktioniert. Wenn ich mir ein Buch kaufe, muss ich auch dafür bezahlen. Aber ich sehe nicht ein, warum ich für Bauernfängerei Geld bezahlen soll. Außerdem, den letzten beißen die Hunde. Wer weiß, vielleicht sind ja alle Dummen bereits aufgestanden und haben alle ihr Paket schon gekauft. Dann stehe ich da mit meinem Paket und keiner kauft es mir ab.
Ich denke, hier muss eine innovative, eine neue Idee her, um im Internet erfolgreich zu sein. Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, die vielen einen Nutzen bringt, für die viele bereit wären Geld zu bezahlen. Ich glaube, ich sollte mal ein bisschen Brainstorming machen.

Freitag, 5. August 2011

Meine ersten kläglichen Versuche

Ich habe das Internet tagelang auf den Kopf gestellt. Immer wieder Anzeigen gesichtet, Webseiten angeschaut, Informationen angefordert.
Ich habe mir "Internetkaufhäuser" angesehen, bin immer wieder auf Strukturvertriebe gestoßen wie z.B. Herbalife. Dann kam eine Idee, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte. Ich meldete mich bei paid-for-Mail-Programmen an. Um mein Outlook nicht überzustrapazieren, legte ich mir eigens dafür eine eigene Mailadresse zu. Das Ergebnis waren Stunden vor dem Computer, immer wieder irendwo meine Daten eingeben oder irgendwelchen Schwachsinn anschauen. Immer wieder Mails öffnen, Links anklicken und warten, bis der Bestätigungslink seine Arbeit getan hatte und ich meine 3 Cent auf meinem Konto hatte. Sehr mühselig. Nach einer Woche hatte ich doch schon immer 4 EUR verdient und das bei täglich mindestens einer Stunde am Computer.
Hm, dann wollte ich doch lieber putzen gehen, das ist wesentlich lukrativer. Ich hatte mich bei einigen Paidmailern angemeldet und zwar über eine einzige Anmeldung. Es kam eine wahre Flut an E-Mails innerhalb kürzester Zeit. Ich frage mich, wie es kommt, dass hier Leute im Monat dreistellige Beträge verdienen können, wenn ich es noch nicht einmal auf 20EUR schaffe? Nun gut, ich bin um eine Erfahrung reicher und werde für die Zukunft die Finger weglassen von solchen Angeboten und mich ganz bestimmt für kein Paid-4-Mail-Programm mehr anmelden. Dem Einen oder Anderen mag das Spaß machen, und einige konnten sich wahrscheinlich auch eine große "Downline" erarbeiten, also Leute werben, die ihrerseits Mails bestätigen. Für geworbene neue Mitglieder gibt es dort auch eine Provision, so lange die dabei sind und etwas verdienen.

Montag, 1. August 2011

Ich darf mich kurz vorstellen.

Ich habe nach langer Familienpause versucht, wieder beruflich Fuß zu fassen. Aber das einzige, was ich finden konnte, waren Aushilfstätigkeiten. Und ich hatte ehrlich gesagt keine Lust, mit Bügeln oder Putzen den Rest meiner Lebensarbeitszeit zu verbringen. Ich habe zuvor in der Verwaltung eines kleinen Unternehmens gearbeitet, aber ein Bürojob war nirgends zu bekommen.
Als über-40-jährige mit 3 Kindern, davon 1 noch unter 10 Jahren, wollte mich auch niemand einstellen. Die Killerfrage war immer: " Und was tun Sie, wenn eines Ihrer Kinder krank wird?"

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