"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle, es ist das Grundgefühl, das an der Wiege wahrer Wissenschaft steht." (Albert Einstein)
Eine einheitliche Definition von Wissenschaft gibt es nicht. In der Literatur sind viele Definitionen zu finden, die alle für sich genommen richtig sind. Durch die Vielfalt der Teilbereiche, der Methoden und Prinzipien, die alle sehr unterschiedlich sind, ist es sehr schwierig, die Gemeinsamkeiten darzustellen.
Wissenschaft ist dem allgemeinen Verständnis zufolge, dass schon die klassische griechische Philosophie der Philosophen Aristoteles, Platon und Sokrates kannten, als rational begründetes Wissen zu begreifen. Lange Zeit wurde nicht zwischen Philosophie und Wissenschaft unterschieden. Erst im 19. Jahrhundert fing man langsam an, den begründungsorientierten Wissenschaftsbegriff durch ein Wissenschaftsverständnis zu ersetzen, dass sich an methodischen Normen und der Beherrschung empirischer Daten orientierte.
Wissenschaft ist auch ein System für Wissen, das in einer Zeit als gesichert erachtet wurde, für dessen Erwerb typische Forschungs- und Erkenntnisarbeit notwendig war, die methodisch-systematisch durchgeführt wurde.
Die Wissenschaft wird nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt. Je nach Zielsetzung ist eine Wissenschaft rein theoretisch oder angewandt und praktisch. Dem Gegenstand der Forschung nach wird Wissenschaft eingeteilt in Naturwissenschaften, wie Physik, Biologie oder Chemie, und Geisteswissenschaften, wie Psychologie, Staats- und Rechtswissenschaften. Geht es nach der Forschungsmethode wird Wissenschaft in empirische oder Erfahrungswissenschaft, rationale Wissenschaft und Geisteswissenschaft eingeteilt. Die Erfahrungswissenschaft ist vor allem durch planmäßige Beobachtung, Hypothesenbildung und Experimente gekennzeichnet. Die Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit den grundsätzlichen Problemen, den Grundlagen.
In der heutigen Gesellschaft gibt es tagtäglich neues Wissen. Die Rede ist häufig von exponentiellem Wachstum des Wissens, manche sagen, Wissen verdoppele sich alle 20 Jahre. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass den Menschen vorheriger Generationen wesentlich weniger Wissen zur Verfügung gestanden hat. Es heißt auch, dass neues Wissen immer wieder neues Wissen, dass darauf aufbaut hervorbringen wird. Vor 100 Jahren hätte noch kein Mensch daran geglaubt, dass einmal ein Mensch auf den Mond fliegen könnte. Heute forscht man daran, wie man im Weltraum leben kann oder ob es noch andere bewohnte Planeten in unserer Reichweite gibt.
Die Wissenschaft hat aber nicht immer nur Wissen hervorgebracht. Auch viele Irrtümer konnten sich etablieren und meist dauerte es lange Zeit, bis diese widerlegt wurden. Wissen ist also nicht gleich Wissen. Manchmal ist es mehr und manchmal weniger weitreichend bestätigt.
Einfach eine Behauptung aufzustellen ist nicht wissenschaftlich. Eine Behauptung aufzustellen und dann den Weg zu dieser Erkenntnis zu beschreiben, erst das ist wissenschaftlich, wenn der Weg der Erkenntnis nachvollziehbar ist. Das aus dem Griechischen stammende Wort Methode bedeutet so viel wie der Weg, dem man folgen kann, von meta=nach, hinter und hodos=der Weg. Ein Gedankengang, ein Denkmuster oder ein Experiment kommen als Weg infrage, man kann ihnen folgen wie einer Landkarte, wenn man einen bestimmten Ort finden will.
Woran kann man nun erkennen, ob etwas wissenschaftlich ist oder nicht? Das wichtigste Kriterium hierbei ist die Überprüfbarkeit von Aussagen. Eine wissenschaftliche Aussage kann von anderen Wissenschaftlern nachvollzogen werden. Der Unterschied zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichen Kenntnissen liegt einzig und allein in der Nachvollziehbarkeit und der Überprüfbarkeit. Ganz allgemein könnte man also sagen, dass Wissenschaft ein System ist, mit dem man Wissen produziert, sammelt und ordnet.
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