Sonntag, 21. August 2011

Lehre

Lehren ist eine Tätigkeit, die jemand anderen dazu anleiten soll, eine bestimmte Tätigkeit auszuführen. Es kann aber auch die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten damit gemeint sein.

Grundsätzliches

Lehre ist eigentlich jede Form des Erlernens. Ein Kind wird durch Erziehung von seinen Eltern gelehrt, lernt auf diese Weise bestimmte Verhaltensregeln. Lehrer unterrichten Schüler oder in einem Betrieb findet eine Unterweisung an einer neuen Maschine oder in einen neuen Arbeitsablauf statt, all dies sind Formen der Lehre. An einer Hochschule unterrichtet ein Hochschullehrer, was aber gemeinhin als lehren bezeichnet wird, nicht als unterrichten. Zur Lehr- und Lernforschung gibt es auch eine Wissenschaft, die sich Pädagogische Psychologie nennt. Didaktik, Methodik und Pädagogik untersuchen Vorgänge des Lehrens und die Bedingungen, unter denen erfolgreiches Lehren stattfinden kann.

Lehr- und Forschungsauftrag der Hochschullehrer

An einer Hochschule unterrichten Hochschullehrer selbstständig und in eigener Verantwortung. Jeder Hochschulprofessor und auch jeder Lehrbeauftragte an einer Hochschule kann selbst entscheiden, welche Themen in einem bestimmten Zusammenhang wichtig sind, welche es sich zu lehren lohnt. Freiheit der Lehre wird dies normalerweise bezeichnet. Dadurch wird sehr schnell klar, warum Studenten Unterschiedliches lernen während ihres Studiums, obwohl sie doch das gleiche Fach studieren. Selbst an ein und derselben Universität oder Fachhochschule kann dies zu eklatanten Unterschieden führen. Beispiel Finanzierung und Investition ist ein Fach aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre. Der eine Professor lässt seine Studenten rechnen und endlose Formeln lernen, mit denen sie dann später alle möglichen Berechnungen in diesem Zusammenhang anstellen können. Sehr nah an der Praxis werden jetzt viele sagen. Der andere Professor lehrt seine Studenten die Hintergründe. Wann ist Finanzierung wichtig? Wie wird investiert? Welche Arten von Investitionen gibt es? Und welche Finanzierungsarten? Die Studenten werden am Ende ihre Prüfung schreiben, bestehen und weitermachen. Wer das bessere Rüstzeug bekommen hat, kann hier keiner sagen. Aber daran kann man sehr gut erkennen, dass an Hochschulen keine Lehrpläne ausgegeben werden. Die Lehre, die der Professor vermittelt, ist das, was in seinen Augen wichtig und notwendig ist. Dafür ist er Professor geworden. Seine Aufgabe ist es, die wesentlichen Bestandteile der jeweiligen Fachrichtung und seiner Spezialisierung herauszufinden und an die Studenten weiterzugeben.

Berufsausbildung auch eine Form der Lehre

Die Berufsausbildung wird meist in Handwerks-, Landwirtschafts- oder Industriebetrieben oder im kaufmännischen Berufsbereich angeboten und durchgeführt. In der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheits- und Sozialwesen und auch im Dienstleistungssektor werden Berufsausbildungen angeboten. Die Lehre ist eine meist dreijährige, manchmal kürzer, in manchen Berufen auch längerdauernde, berufliche Ausbildung, die sich in einen praktischen Teil und einen schulischen aufteilt. Der Lehrling hat einen Berufsausbildungsvertrag mit einem Betrieb oder einer Behörde, diese müssen ihn für den Unterricht an einer berufsspezifischen Schule freistellen. Es gibt aber auch rein schulische Lehrberufe, die über einen integrierten Praxisteil in das Berufsleben einführen soll, wie zum Beispiel der Beruf des Erziehers, der Erzieherin im Kindergarten. Ziel dieser Art der Berufsausbildung ist es, theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten zu vermitteln, die dazu führen, dass der Auszubildende beruflich handlungsfähig wird, dass er alle notwendigen Fertigkeiten lernt. Das Berufsausbildungsgesetz und die Handwerksordnung bilden den Rahmen für die Berufsausbildung.

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