Freitag, 16. September 2011

Krankenversicherung

Unter einer Krankenversicherung versteht man einen Leistungserbringer, der die Kosten für eine ärztliche Behandlung oder ärztlich angeratene Behandlung inklusive aller Nebenkosten, wie zum Beispiel Beratung und Medikamente, übernimmt. Ob diese Behandlung durch eine Erkrankung, Schwangerschaft oder durch einen Unfall notwendig geworden ist, spielt dabei keine Rolle.
In Deutschland spaltet sich die Krankenversicherung in zwei Systeme. Auf der einen Seite stehen die gesetzlichen Leistungserbringer und auf der anderen Seite kämpfen die privaten Krankenversicherungen (PKV) um die Kunden. Innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherer oder auch Krankenkassen (GKV) genannt, herrscht ebenfalls ein sehr großer Konkurrenzkampf.
Eine Krankenversicherung gehört in vielen Ländern zu den sozialen Sicherungssystemen. Die gesetzlichen Krankenkassen können in Deutschland circa 87 Prozent der Krankenversicherten und die privaten Krankenversicherungen die restlichen 13 Prozent als Kunden verbuchen.

Finanzierungssysteme

Beide Systeme unterscheiden sich grundlegend in der Art der Finanzierung. Während die GKV umlagefinanziert ist, kommt bei der PKV ein privatrechtlicher Vertrag zustande. In der Umlagefinanzierung kommt ein Beitragszahler auch für einen Geringverdiener oder für einen Rentner auf. Die gezahlten Beiträge werden auf alle verteilt und für die Leistungen verzehrt. Entsteht eine Unterdeckung, werden entweder Leistungen gekürzt oder Beiträge angehoben. So kommen zum Beispiel aktuell zwei Beitragszahler für einen Rentner auf. Durch die Verlängerung des Lebensalters ist damit zu rechnen, dass 2030 das Verhältnis bereits eins zu eins sein wird. Die demografische Entwicklung wird dafür sorgen, dass die Beiträge weiter steigen und die Leistungen noch mehr gekürzt werden. Es gibt aber auch andere Stellschrauben, die bisher vom Staat aus politischen Gründen nicht angegangen wurden. Wer die Paläste der einzelnen Kassen schon bewundert hat, konnte feststellen, wofür seine Beiträge missbraucht wurden. Auch die Vielfalt der verschiedenen Kassen gilt es heute neu zu überdenken. Waren sie historisch betrachtet richtig und gut, hat sich durch die Liberalisierung und dadurch Öffnung der Kassen der Unterschied minimiert. Eine Einheitskasse mit Einheitsleistungen und einer durchgängigen Verwaltung würde Millionen einsparen. Sicher würde Personal freigesetzt werden, aber dieses Personal wird bei dem drohenden oder bereits vorhandenen Fachkräftemangel sehr schnell wieder in feste Arbeitsverträge übergehen, suchen doch gerade die Versicherungsunternehmen gute Arbeitskräfte und haben unter dem Mangel zu leiden. Die Lobbyisten würden dies aber nie zulassen, egal, auf welchem Rücken es ausgetragen wird. Und schon sind wir bei den Rentnern. Sie sind die Melkkuh der Nation. Nicht nur dass die Renten kaum oder gar nicht steigen, werden sie durch immer höhere Beiträge zur Kasse gebeten. Diejenigen, denen wir unseren heutigen Lebensstandard zu verdanken haben, die dafür geschuftet und geschwitzt haben, die ihren Anteil schon lange bezahlt haben, werden jetzt wieder und immer höher belangt. Wie lange sich wohl diese „graue Masse“ das noch gefallen lässt?

Voraussetzungen

Wer in die private Krankenversicherung wechseln möchte, muss schon einige Voraussetzungen erfüllen. Angestellte sollten freiwillige Mitglieder in ihrer GKV sein und somit über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Selbstständige oder Freiberufler können ohne die Berücksichtigung ihres Erwerbseinkommens wechseln. Für Beamte, die vom Staat eine Beihilfe bekommen, macht die Restkostenversicherung bei einer privaten Krankenversicherung besonderen Sinn. Sind diese Hürden alle genommen, müssen nur noch die Voraussetzungen der verschiedenen Versicherer erfüllt werden.

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