Dass das mit dem Geld alles gar nicht so einfach ist, weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung. Warum nur will das verdammte Geld nicht ausreichen bis auch der Monat vorbei ist? Wieso ist am Ende vom Geld immer noch so viel Monat übrig? Diese und ähnliche Fragen habe ich mir lange Zeit auch immer wieder gestellt. Nein, keine Angst, hier kommt jetzt keine Anleitung zum positiven Denken und dass man das ist was man denkt und so weiter. Wobei das auch ein guter Ansatz sein kann.
Wie viel Geld habe ich eigentlich?
Am besten machen Sie jetzt erst einmal eine Liste, wie viel Geld ist eigentlich da. Dazu zählt nicht nur das Geld auf dem Girokonto oder im Geldbeutel. Auch das Geld, das auf der Prepaid-Kreditkarte geparkt ist oder noch auf der Prepaid-Handykarte, das Geld im Sparschwein, auf dem Sparbuch, der Wert von Auto, Haus, Möbeln, eben allem, was Ihnen gehört. Auf der anderen Seite müssen natürlich die Schulden jetzt von diesem Betrag abgezogen werden. Machen Sie auch davon eine Liste. Wie hoch ist der restliche Kredit noch, der Überzug auf dem Konto, offene Rechnungen, Ratenkäufe im Versandhandel, eben alles, wo Sie noch Geld schulden. So erhalten Sie einen sehr guten Überblick über Ihre Finanzen.
Schuldenvermeidungsstrategie
Um die Schulden nicht weiter ansteigen zu lassen, sondern im Gegenteil eher das Vermögen wachsen zu lassen, ist es wichtig, keine neuen Schulden mehr zu machen. Das ist leichter gesagt als getan. Ich weiß das sehr wohl. Dazu gehört ein bisschen Disziplin aber vielmehr eine gehörige Portion Umsicht. Spontanität ist schön, aber nicht unbedingt dann, wenn es darum geht, Geld auszugeben, das einem gar nicht gehört. Wenn Sie also das nächste Mal einkaufen gehen, und Sie wissen genau, dass der positive Kontosaldo nicht ausreicht, um die neue CD zu kaufen oder das schicke T-Shirt, dann denken Sie nochmals in Ruhe darüber nach. Brauchen Sie das Teil wirklich? Ist es absolut notwendig oder nur wieder ein Fall von muss-ich-haben?
Dispokredit macht’s möglich?
Ja, ich weiß, die Bank hat aber doch freundlicherweise gerade für solche Fälle einen Dispokredit eingeräumt, damit ich ein bisschen Freiraum habe. Und den Freiraum lässt sie sich gut bezahlen. Ist das Konto jeden Monat mit nur 500 EUR in den miesen kommen bei 15 % Dispozinsen übers Jahr schlappe 75 EUR an Zinsen zusammen. Das wäre ein schickes Shirt geworden! Die Bank dankt es Ihnen. Einer Erhöhung des Dispokredites steht meist nichts im Weg. Aber wollen Sie das? So wird es jedenfalls nichts mit den Träumen.
Fazit: Vorsicht mit geliehenem Geld. Egal wo, es kostet immer etwas! Bevor Sie sich das nächste Mal in Schulden stürzen, sollten Sie genau überlegen, ob diese Anschaffung wirklich notwendig ist. Oder ob es vielleicht besser ist, das Geld für die Kreditrate auf die Seite zu legen, die Zinsen noch dazu einzustreichen und vielleicht ein paar Monate zu warten. Sie werden sehen, wie stolz Sie auf sich sind, wenn Sie die Disziplin aufbringen zu warten und zu sparen und sich das neue Stück per Barzahlung zu leisten!
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