Am Anfang, auf der Suche nach einem Job, habe ich mich immer gefragt, was kann ich, das für andere einen Mehrwert bietet. Wofür würde mir jemand Geld bezahlen? Naja, ich traute mir zu Anfang nicht allzu viel zu. Und so verlief dann meine Suche auch erst einmal ergebnislos. OK. Dachte ich mir, dann eben nicht und hörte damit auf. Ich machte mit meinem eigentlichen Job weiter, erledigte die Verwaltung für ein Versicherungsbüro, arbeitete der Buchhaltung zu und korrigierte nebenbei Texte. Spaß machte das keinen. Aber ich hatte ein Einkommen.
Dann passierte das Unerwartete
Die Versicherungsagentur verkleinerte sich, die Geschäfte liefen nicht mehr so gut, überall wurde gespart, meine Stelle wurde gestrichen. Plötzlich fehlte meine Haupteinnahmequelle. So ein Mist! Was mach ich jetzt? Zunächst breitete sich Panik aus. Und dann fing ich erneut an nachzudenken, was ich denn alles kann. Im Internet fand ich plötzlich Seiten, die ich zuvor nie gesehen hatte. Dort gab es jede Menge Jobs für Korrektoren. Also machte ich mich schleunigst daran, mir neue Aufträge zu suchen. Da es sich dabei meist um einmalige Sachen handelte, war ich ständig auf der Suche. Die Arbeit war sehr ermüdend und die ständige Suche tat ihr Übriges. Die Arbeit machte wieder keinen Spaß. Immer wieder passierte es, dass die Auftragslage gut und dann wieder schlecht war. Mal hatte ich mehr Arbeit als ich bewältigen konnte und dann waren wieder Zeiten, in denen ich nicht wusste, ob das Geld ausreichen würde, die Rechnungen im nächsten Monat zu bezahlen. Es war so unbefriedigend.
Jetzt mache ich, was mir Spaß macht!
Ich fing irgendwann an, Blogs zu lesen, vor allem Blogs, in denen es ums Geld verdienen geht. Überall wurden die tollsten Sachen versprochen, Geld im Schlaf und was weiß ich. Da ich normalerweise sehr realistisch bin, ließ ich da die Finger davon. Es kann keiner sein Geld im Schlaf verdienen. Unmöglich, war mein Gedanke. Und ich denke, das ist auch so. Es gibt wohl Möglichkeiten, automatisiert Geld zu verdienen, aber dafür muss man trotzdem arbeiten während man wach ist. (Dazu in einem der nächsten Beiträge mehr. Ich mache gerade ein Experiment.) Und dann stand da: Geld verdienen mit dem Erstellen von Texten.
Dieser Satz verfolgte mich
Und zwar so lange, bis ich mich endlich traute, mich anzumelden, mich zu bewerben und es einfach einmal zu versuchen. Was hatte ich zu verlieren? Ich musste ein bisschen Zeit investieren, um mich zu bewerben und dann die ersten Texte zu erstellen, das war es. Und die Rückmeldungen, die dann kamen, haben mich umgehauen. Mittlerweile habe ich feste Auftraggeber und kann sehr gut davon leben. Das Korrigieren ist ziemlich in den Hintergrund getreten. Nach langer Suche habe ich etwas gefunden, was mir sehr viel Spaß macht. Es macht mir nichts aus, auch mal länger zu arbeiten, damit ein Auftrag fertig wird. Das Thema, worüber ich schreibe, spielt dabei sogar eine untergeordnete Rolle. Es gibt zwar Lieblingsthemen, aber auch über alles andere schreibe ich, wenn es verlangt wird. Und es macht trotzdem Spaß.
Fazit: Seit ich tue, was ich tue, und so viel Freude dabei habe, hat sich mein Leben verändert. Ich bin zufriedener geworden und selbstbewusster. Es ging am Anfang natürlich auch darum, etwas zu finden, womit ich Geld verdienen kann. Aber erst, als ich etwas gefunden hatte, das ich mit Freude tue, hat sich ein gutes Einkommen eingestellt. Es war gar nicht notwendig, zu wissen, was der nächste Schritt ist. Die konnte ich einfach gehen, nach jedem kleinen Erfolg konnte ich den nächsten Schritt gehen und der nächste Erfolg stellte sich ein. Ein tolles Gefühl kann ich nur sagen.
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