Samstag, 15. Oktober 2011

Girokonto – Vorsicht Dispofalle

Vielen geht es so, das Geld reicht nicht ganz, um einen Monat komplett zubestreiten. Am Monatsende wird dann oft genug der Dispokredit in Anspruch genommen. Teuer und unnötig ist nicht nur meine Meinung. Verbraucherschützer warnen davor. Die einzigen Nutznießer eines Dispokredites sind die Banken, da sie bei dieser Finanzierungsform hohe Zinsen verlangen. Dass es noch andere Möglichkeiten gibt, darüber werden Bankkunden nur informiert, wenn sie nachfragen. Der Grund liegt auf der Hand: damit verdienen die Banken weniger Geld.

Ausweg Dispo?
Oftmals wird auch noch der Kreditrahmen des Dispokredites überzogen, was den Bankkunden noch mehr Zinsen kostet. Die Überziehung des Überziehungskredites schlägt mit 4-5 % zusätzlichen Zinsen zu Buche. Wenn Sie feststellen, dass Sie monatlich einen Fehlbetrag haben, sollten Sie sich dringend Gedanken machen, ob es eine Möglichkeit gibt, die Einnahmen zu erhöhen. Ansonsten müssen Sie dringend prüfen, welche Ausgaben eingespart werden könnten. Tun Sie dies nicht, laufen Sie Gefahr, dauerhaft im Minus zu stecken und dieses Minus noch monatlich zu erhöhen. Am Quartalsende kommen dann noch die Überziehungszinsen dazu, was den negativen Saldo auf Ihrem Konto noch weiter erhöht.

Ratenkredit als Alternative
Wenn gar nichts mehr geht, sollten Sie mit Ihrer Bank sprechen und den Disopkredit in einen normalen Kredit umwandeln. Ein Ratenkredit hat den Vorteil, dass die Zinsen meist weniger als die Hälfte betragen. Die Ratenhöhe sollten Sie dann so gering wie möglich halten und weitere Einsparmöglichkeiten suchen. Besteht beispielsweise noch ein weiterer Kredit, ist es ratsam auch diesen zu überprüfen und zu versuchen, die monatliche Gesamtbelastung zu senken. Sonst ist auch im nächsten Monat das Geld wieder alle bevor der Monat zu Ende ist.

Verschaffen Sie sich einen Überblick
Um die eigenen Kosten und Ausgaben in den Griff zu bekommen, können Sie jetzt eine Aufstellung aller Ausgaben und Einnahmen machen, die Sie regelmäßig haben. Mithilfe eines Haushaltsbuches oder Haushaltskalenders, das Sie entweder bei den Sparkassen kostenlos als Buch oder als PDF-Datei bestellen können, wird dieses Unterfangen sehr einfach. Außerdem helfen zahlreiche Tipps und viele Informationen dabei, Geld zu sparen.

Fazit: Wer seine Finanzen ein bisschen plant, kann auch mit einem kleinen Einkommen über die Runden kommen. Die gesparten Zinsen können Sie dann schön in ein neues Kleidungsstück oder einen schönen Abend mit Ihren Liebsten investieren! Schenken Sie Ihr Geld nicht leichtfertig der Bank. Sie haben hart dafür gearbeitet.

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